Wissensspeicher

Suche

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XY Z


Volltextsuche: nur in Begriffsliste suchen



Einträge 1 bis 6 von 6

T:
Taktgeber
Taping
Trainingsdokumentation
Trainingsmethodik Ausdauer
Trainingsprinzipen
Trainingssteuerung
 
Trainingsprinzipen
PRINZIP DER INDIVIDUALISIERUNG UND ALTERSGEMÄßHEIT

Jedes Training muss so gestaltet sein, dass es der jeweiligen individuellen Belastbarkeit, Akzeptanz und Bedürfnislage des Sportlers entspricht.

Folgende Faktoren müssen beachtet werden:
- individuelle Trainingsziele (z. B. Verbesserung der Leistungsfähigkeit, Fettreduktion, Muskelzuwachs)
- individuelle Belastungsverträglichkeit unter Berücksichtigung von vorliegenden Erkrankungen
- biologisches Alter (dies kann durchaus dem kalendarischen Alter widersprechen)
- Trainingsvorerfahrung und Trainingszustand
- Trainingsmotivation oder Leistungsbereitschaft
- Geschlecht und genetische Voraussetzungen

PRINZIP DER WIEDERHOLUNG UND KONTINUITÄT

Ganz wichtig: ein einmaliges Training löst noch keine erkennbaren und vor allem keine dauerhaften Anpassungen aus. Erst ein regelmäßiges Training führt zu einer stabilen Anpassung.
Dabei ist es der Stoffwechsel, der sich am schnellsten (2-3 Wochen) an eine regelmäßige Belastung anpasst.
Für Anpassungen des Binde- und Stützsystems, also der Muskulatur, ist bereits eine Zeit von 4-6 Wochen notwendig.
Mehrere Monate benötigt das Zentralnervensystem um sich anzupassen.
Um Anpassungen zu erreichen sollte der Ruhezustand mehrmals in der Woche verlassen werden.
Im Gesundheitssport werden heute mindestens 2- 3 Trainingseinheiten pro Woche empfohlen.

PRINZIP DES WIRKSAMEN BELASTUNGSREIZES

Um trainingswirksam zu sein muss ein Trainingsreiz eine bestimmte lntensitätsschwelle überschreiten, da sonst keine Anpassungsreaktion ausgelöst wird.
Die Intensitätsschwelle steigt mit zunehmender Leistungsfähigkeit.

unterschwelliger Reiz ? bleibt wirkungslos
gering überschwelliger Reiz ? erhält das Trainingsniveau
mittel bis stark überschwelliger Reiz ? ist die optimale Reizintensität
zu stark überschwelliger Reiz ? schädigt das System

Es wird deutlich, dass die Belastung individuell gestaltet werden muss, da eine zu geringe Belastung vergeudete Zeit ist und eine zu starke Belastung zu Erkrankungen, vor allem des Binde- und Stützsystems, führt.

PRINZIP DER BELASTUNGSVARIATION

Gleichartige Trainingsreize über einen längeren Zeitraum können zu einer Stagnation führen. Veränderungen des Belastungsreizes können dies verhindern.
Dabei können neben der Intensität, auch die Trainingsinhalte, die Bewegungsdynamik und die Pausengestaltung verändert werden.
Die Veränderungen im Training verhindern eine Belastungsmonotonie (die Muskulatur wird „irritiert“) und verursachen als ungewohnte Belastungsreize Anpassungen.

Es ist also nicht immer nötig den Widerstand der Geräte zu erhöhen.
Manchmal reicht es auch die Trainingseinheit anders als gewohnt zu gestalten.
Macht doch mal eine Trainingseinheit rückwärts - also mit dem sonst letzten Gerät wird gestartet. Oder ihr macht einfach mal keine Pausen...

Mein Tipp gegen Muskelkater: am nächsten Tag nur lockeres Ergometer- Training.

PRINZIP DER OPTIMALEN RELATION VON BELASTUNG UND ERHOLUNG

Nach einer Trainingseinheit benötigt der Körper eine bestimmte Zeit sich zu erholen, bevor die nächste Belastung erfolgen sollte. Biologische Grundlage ist das Phänomen der Superkompensation.

Von Superkompensation spricht man, wenn es nach einem starken Belastungsreiz nicht nur zur Wiederherstellung des Ausgangsniveaus, sondern zu einer Überkompensation kommt. Das Phänomen wird am Besten mit dieser Abbildung erklärt.